Ein ganzes Herz voll Weihnachten

Das Hörbuchcover der Anthologie "Ein ganzes Herz voll Weihnachten"
Bild von Argon Verlag

Die Geschichten

Da es sich bei Ein ganzes Herz voll Weihnachten um eine anthologie handelt, also eine Sammlung von Kurzgeschichten verschiedener Autor*innen, ist diese Rezension etwas anders aufgebaut. Die Aufgabe für Autor*innen besteht darin, eine Kurzgeschichte zu schreiben, die zu einem bestimmten Thema passt oder eben bestimmte Kriterien erfüllen muss. Einen klasssichen roten Faden erlebe ich bei Anthologien selten. Jede Geschichte steht für sich. Was alle Geschichten gemeinsam haben: Am Ende erwartet euch ein weihnachtliches Rezept.

Da ihr die Anthologie selbst hören sollt, werde ich nicht zu jeder Geschichte etwas schreiben, sondern euch an dieser Stelle von meinen Lieblingsgeschichten erzählen:

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Anne auf Green Gables

Das Hörbüchcover von "Anne auf Green Gables"
Bild von Argon Verlag

Zum Inhalt

Durch einen unglücklichen Zufall kommt Anne zu den Geschwistern Matthew und Marilla. Beide wollten eigentlich einen Jungen adoptieren, der ihnen auf Green Gables etwas zur Hand gehen kann. Stattdessen bekommen sie ein verträumtes Mädchen, dass jede Menge Fantasie mitbringt. Wird diese Konstellation gutgehen?

Anne auf Green Gables ist der Auftakt einer Reihe. Im ersten Band lernen wir Anne und ihre Pflegeeltern, die Geschwister Marilla und Matthew kennen. Interessant zu beobachten war für mich wie Lucy M. Montgomery die Beziehung zwischen Anne und Marilla beschreibt. Marilla hat ihr Herz und ihre Gefühle gut hinter einer harten Schale verborgen. Auch Marillas Bruder Matthew ist ein sehr zurückhaltender, schüchterner Zeitgenosse. Anne hingegen hat keine Mühe über das, was in ihr vorgeht, zu sprechen. Sie redet gern und viel und lässt sich immer wieder von den Dingen ablenken, die in ihrer Umgebung passieren.

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Eine ganz dumme Idee

Das Hörbuchcover von "Eine ganz dumme Idee"
Bild von der Hörverlag

Der Inhalt

Mir ist bewusst, dass im Titel ableistische Sprache verwendet wird. Darauf werde ich auch in der unten stehenden Rezension eingehen. Dennoch bin ich ein großer Fan von Fredrik Backmans Romanen und der felsenfesten Überzeugung, dass weder er noch die Verlage ein Interesse daran haben, Menschen auszugrenzen, oder zu beleidigen.

Als ich im Verlagsprogramm des Hörverlags den neuen Titel von Fredrik Backman entdeckte, war meine Freude groß. Erstmals konnte ich einen Roman des Autors ungekürzt hören. Warum ich dennoch etwas hin und her gerissen war, was den Inhalt und die Sprache betrifft, verrate ich euch jetzt.

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Der Gesang der Flusskrebse

Das Hörbuchcover von "Der Gesang der Flusskrebse"
Bild von HörbuchHamburg

Der Inhalt

Von diesem Roman hatte ich schon viel gehört. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass Der Gesang der Flusskrebse eines unserer drei Buchclub-Bücher wurde. Insgeheim hatte ich nämlich befürchtet, dass die meisten Buchclub Mitglieder den Titel bereits kannten.

Der Inhalt zog mich schnell in seinen Bann. Der Prolog hat mich direkt in die Handlung katapultiert. Wir lernen Kya kennen, die mit ihrer Familie in den Marschen lebt. Also weit weg von anderen Menschen. Gleich zu Beginn des Romans beobachtet sie ihre Mutter, welche die Familie eines Morgens verlässt. Kya denkt sich nichts dabei. Es kam immer mal wieder vor, dass ihre Mutter für ein paar Tage verschwand. Doch dann ändert sich alles. Auch ihre Geschwister suchen nach und nach das Weite und lassen sie mit ihrem Vater zurück. Einem Mann, der mehr mit sich, seiner Spielsucht und dem Alkohol beschäftigt ist.

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