Jahresrückblick 2016

Gelesen 2016 – Emmas Statistik 
Gesamt: 35 (Hör)Bücher
Davon Bücher: 13
Davon Hörbücher: 22
Gelesen im Vorjahr: 38 (Hör)Bücher
Mitgenommen in das neue Jahr: Darm mit Charme von Giulia Enders
Meine TOP 5 
Bild von der Hörverlag
*Shadowmarch-Reihe von Tad Williams gelesen von David Nathan
Hier geht es um die Zwillinge Barrick und Briony, die ihr Königreich vor den feindlichen Quar beschützen müssen. Und als wäre das nicht genug, haben sie auch noch mit Feinden in den eigenen Reihen zu kämpfen. Tad Williams schafft es in dieser vierteiligen Fantasyreihe eine gut verstrickte Geschichte zu präsentieren, die sich trotz des fantastischen Hand-lungsortes mit realen Problemen beschäftigt. Ich hätte nicht gedacht, dass mich eine Fantasy Reihe nochmal so fesseln kann.

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Einladung zum Lesemarathon 2017

Foto: A. Mack

Hallöchen ihr Lieben,

kurz vor 2017 haben emion und ich uns eine tolle Aktion ausgedacht. Und was soll ich sagen? Fast die ganze Crowd ist dabei.

Die Idee – Der Lesemarathon
emion und ich haben festgestellt, dass uns in den letzten Monaten die Zeit zum Lesen gefehlt hat. Da dachten wir: Das kann ja irgendwie nicht sein. Deswegen möchten wir 2017 gerne einen Lesemarathon starten.

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Schattenpriester – Das Opfer der Göttin

Das Cover von "Schattenpriesterin"
Bild von lyx digital

Die Rezension

Durch meine liebe Kollegin Emma bei Ge(h)Schichten habe ich die Anfrage für eine Rezension dieses Debütromans erhalten. Bisher bekam ich noch nie eine solche direkte Anfrage. Aber noch bevor ich die Nachricht in unserer WhatsApp Gruppe selbst lesen konnte, wurde bereits von allen Kolleginnen ein eindeutiges „Emma, das müsste was für Skyara sein!“ abgegeben.

Nach einem kurzen Blick auf das Cover muss ich allerdings gestehen, dass ich mir nicht sicher war, ob das wirklich ein Buch für mich ist. Klar, kann ein schöner Rücken bekanntlich auch entzücken, aber ich bin nicht der Typ für die durchtrainierten, fein definierten Muskelbodys. Jedoch hat mich das Katana sofort fasziniert, denn mit japanischem Schwertkampf verbinde ich etwas äußerst Edles und Ehrenhaftes. Somit, ab an die Leseprobe, welche mich zwar etwas mulmig zurückließ jedoch trotzdem sofort packte. Denn ich wollte wissen, wie es der jungen Mira in diesem Buch ergehen würde.

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Im Jahre 1929

ein Kranz in dessen Mitte eine 24 steht.

Das Weihnachtsfest nahte. Und der Sohn würde es außerhalb feiern. Das erste Mal seit all den Jahren. Obwohl er das Elternhaus schon vor einiger Zeit verlassen hatte, war er an Weihnachten nach Hause gekommen. Die Mutti hatte Tränen in den Augen, als der Brief angekommen war. Vati schwieg und dachte nach.

Nach drei Tagen Bedenkzeit verkündete er der Mutti: „Wir werden ihn besuchen.“
Die Mutti blickte ihn ängstlich an: „Er hat doch gesagt, er möchte Weihnachten lieber mit seinen Freunden feiern.“
„Wir müssen ja nicht drei Tage mit ihm verbringen. Wir können ja nur ein paar Stunden bleiben. Nur, weil er nicht kommen möchte, heißt, dass nicht, dass ich ihn nicht besuchen kann. Vati kann. Du wirst es schon sehen.“
Also machte sich Mutti daran, die Sachen für die Reise zu packen. Während sie Wäsche faltete und in Koffern unterbrachte, murmelte sie: „Wir schaffen das.“
Am Weihnachtstage Die Eltern waren in der neuen Heimat ihres Sohnes angekommen. Die Sonne strahlte, das Meer rauschte. Interessiert musterten sie die fremde Umgebung und konnten verstehen, dass ihr Sohn hier bleiben wollte.
Doch nun stellte sich die Frage: Wie sollten sie den Sohn unter all den Menschen finden?
Nach vielen Stunden und einigen Sprachschwierigkeiten hatte man sie vor einem kleinen Dorf abgesetzt. Die Häuser Ansammlung war durch eine Mauer von dem Rest der Stadt abgetrennt.
„Ist das ein Gefängnis?“, fragte die Mutti verunsichert.
„Ach, was! Er will halt seine Ruhe“, antwortete Vati selbstsicher, ging zum Eingangstor und bat um Einlass.
Die Eltern wurden von oben bis unten gemustert und mussten sich dann der Frage stellen: „Wen wünscht ihr zu sprechen?“

Lesend und blubbernd durch die Weihnachtszeit 2016

Bild von Ankas Geblubber
Los geht’s 
Wie bereits schon 2015 hat Anka auch dieses Jahr wieder zur weihnachtlichen Aktion “Lesend und blubbernd durch die Weihnachtszeit” geladen.
Im letzten Jahr war die Aktion für mich ein voller Erfolg. Ich durfte tolle Blogs entdecken und habe auch ein paar Leser hinzugewinnen können.

Ich bin mal gespannt, wie die Aktion dieses Jahr so läuft und verschwinde erst einmal in die Social Media Kanäle.
Ich denke, bei Twitter wird es im Laufe der Woche einige Tweets zur Aktion geben. Aber natürlich werde ich auch diesen Beitrag hier regelmäßig aktualisieren.

Also… bis später

Im Jahre 1990

 

Ein Kranz in dessen Mitte eine 23 steht.

„Wir als Einkaufszentrum haben es uns zur Aufgabe gemacht, glückliche Kunden in diesen heiligen Hallen zu erfreuen. Und wie macht man Kunden glücklich?“ Der Einkaufszentrumsleiter blickte enthusiastisch auf eine Gruppe Männer, welche mehr oder weniger gespannt seinen Worten lauschte.

„Man macht sie mit dem Weihnachtsmann bekannt.“ Es herrschte Stille. Kein begeistertes Klatschen. Kein Jubel.
„Okay, da müssen wir wohl noch viel arbeiten. Sie kennen die Spielregeln. Wir teilen Ihnen jetzt Weihnachtsmannkostüme aus und danach geht es los zur Arbeit.“
Lucas verabscheute den Weihnachtsmann. Warum er sich dennoch für diesen Job beworben hatte? Ganz einfach: Er brauchte Geld. 

Im Jahre 2000

 

ein Kranz in dessen mitte eine 22 steht.

Mir ist warm. Und zwar richtig. Nicht etwa seit heute, oder gerade eben. Dieses Gefühl der Hitze umgibt mich schon seit Tagen. Oder Wochen? Ich habe jegliches Zeitgefühl verloren. Es ist dunkel. Außerdem fühle ich mich eingeengt. Ich kann mich nicht bewegen. Das ist nicht gerade schön, wenn man zugegebenermaßen gegen Wärme ankämpfen muss und sich nicht einmal Luft zufächern kann.

„Wann gibt es die Geschenke?“
„Erst einmal essen wir.“
Die Geräusche verstummten und ich blieb einsam zurück. Vorsichtig versuchte ich ein paar Glieder zu strecken. Ich stieß gegen eine Wand. Schnell stellte ich fest, dass mich die Wand von allen vier Seiten umgab. 

Im Jahre von Jesu Geburt Part II

Ein Kranz in dessen Mitte eine 21 steht.

Eine Schafsherde graste auf einer Weide. Mitten in der Nacht. Der Schäfer war mit den Jahren etwas vergesslich geworden. Und da es ein heißer Tag und somit eine schön lauwarme Nacht war, hatten die Schafe auch kein Bedürfnis danach, ihren Stall aufzusuchen.

„Ey, seht ihr den Stern da oben?“
„Freddy, du hast mal wieder zu viel Gras geschnupft“, flötete Helga.
„Halt, ich seh ihn auch!“, meinte ein anderes Tier aus der Herde. Immer mehr Schafe starrten an den Himmel und betrachteten den Stern, der am hellsten leuchtete. Von weit her – oder doch ganz nah? – erklang eine Stimme. Die Schafe blickten sich nicht einmal suchend um, betrachteten einfach nur den Stern, aber lauschten auf jedes Wort:
„In drei Tagen wird ein Kind geboren. Ein Kind, welches treue Gefährten auf dieser Welt braucht. Denn ihm steht kein einfaches Leben bevor. Macht euch auf und heißt es auf dieser Welt willkommen. Folgt dem Stern und er führt euch zu eurem Ziel.“
Die Stimme verstummte. Ein paar Schafe riefen begeistert: „Auf, lasst uns gehen.“ Doch eines übertönte die versammelte Mannschaft: „Lasst uns eine Nacht darüber schlafen. Morgen ist auch noch ein Tag.“
Mäh – er hieß so, weil „Mäh“ das erste Wort war, welches über seine Lippen kam – stand etwas abseits von der Menge. Seine Mutter war vor nicht allzu langer Zeit gestorben. Doch eine Weisheit war ihm im Gedächtnis geblieben: „Laufe nie einer Herde hinterher, die nur an eine Sache glaubt. Überzeuge dich erst selbst davon, wie viel Wahrheit dahintersteckt.“
Mäh war sich nicht sicher, ob es gut war, mit der Herde zu reisen. Was, wenn eine Falle auf sie wartete? Wie zum Beispiel der Schlachter vor dem alle Tiere warnten. Kam die Botschaft vielleicht von ihm? Langsam dämmerte er weg. Die Fragen blieben unbeantwortet.

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Im Atomkraftwerk

 

ein Kranz in dessen Mitte eine 20 steht.

Das Weihnachtsfest war am heutigen Tag. Doch von der dazugehörigen Stimmung fehlte jede Spur. Es war zu warm, zu schneefrei und die Arbeit zu anstrengend.

Max bewegte sich wie jeden Tag schlurfend auf das große Eingangstor des Kraftwerkes zu. Gleich würde er wieder einen Schutzanzug überziehen und sich freuen, wenn der Dienst vorbei war und das Wochenende näher rückte. Aber zuerst einmal gab es Büroarbeit zu erledigen. Am Bordcomputer angekommen, nahm das Schicksal seinen Lauf. Alle Mitarbeiter mussten erst einmal den eigenen „Mitarbeiter“-Knopf drücken, bevor der PC freigeschaltet wurde. Jeder Mitarbeiter hatte seinen eigenen Knopf und das damit verbundene Passwort. 

Im Jahre 1930

 

Ein Kranz in dessen Mitte eine 19 steht.

„Jedes Jahr gibt es denselben Speis und Trunk. So langsam hängen mir Kekse, Milch, Tee und Punsch buchstäblich zum Halse raus“, beklagte sich der Elf, die rechte Hand des Weihnachtsmannes. Denn er durfte die Teller leeren, die der Weihnachtsmann nicht mehr schaffte. Schließlich hatte der Chef mit den Jahren auch bestimmte Vorlieben und wusste somit auf welches Mahl er getrost verzichten konnte.

„Und was schlägst du vor?“, fragte der Weihnachtsmann, wie jedes Jahr die Ruhe selbst.
„Etwas Neues muss her“, meinte der Elf, wusste aber nicht so recht, wie das geschehen sollte.
„Lass mich nur machen“, erklärte der Weihnachtsmann, der langsam eine Idee davon bekam, was der Elf meinte.