
„Schneller! Immerhin hast du letztens den Führerschein gemacht. Da wirst du doch wohl so einen läppischen Zweirädler fahren können“, feuerte mich Steffen an. „Schweig still! Kumpane! Sonst kannst du dir deine Akte gleich selber abholen“, lächelte ich zufrieden. Vor einem Jahr hatte die Welt noch ganz anders ausgesehen.
Natürlich war ich bekennender Optimist. Zumindest an einem Tag der Woche. Nämlich am Freitag. Der Tag läutete das Wochenende und somit die besseren Zeiten ein. Aber bei Steffens Zustand hätte wirklich niemand sagen können, in welche Richtung sich das Ganze entwickelte.









„Und sonst war wirklich nichts? Ein Jammer wenn wir irgendwelche Rabauken dabei erwischen… Hey was machen Sie denn hier?“ Normalerweise war es nicht seine Art, während der Visite ins Stationszimmer zu platzen. Schließlich gingen ihn die Geschichten der Patienten nichts an. Zudem verwirrte ihn das ganze medizinische Gefasel. Er wollte gar nicht so viel damit zu tun haben. Eigentlich war er sogar strikt dagegen gewesen, den Reinigungsjob im Krankenhaus anzunehmen. Aber was sollte man schon machen, wenn das Geld knapp wurde?