Türchen 2: Lilly

Ein Kranz in dessen Mitte eine 2 steht.Liebe Lilly,

ich hoffe, Dir geht es gut und in der Schule läuft alles nach Plan.

Da Du Rätsel genauso sehr liebst, wie ich, weiß ich, dass dieses Abenteuer genau das Richtige für Dich ist.
Bitte halte diese Zeilen möglichst geheim. Es gibt nämlich noch andere Mitspieler. Und Deine Mutter oder Dein Onkel haben ganz bestimmt keine Idee, wo sie nach mir suchen sollen.

Ich glaube an Dich und Deine Fähigkeiten. Du weißt, wen Du mit ins Boot holen solltest. Du bist eine gute Spürnase und hast meine Kombinationsfähigkeit – oder so ähnlich.

Da Hirnsport bekanntlich hungrig macht, habe ich Dir etwas Nervennahrung beigelegt. Das Internet hält wirklich tolle Sachen bereit. Ich habe da so eine Seite gefunden, auf der man Dinge mit eigenen Motiven bedrucken kann. Aber schau am besten selbst.

Viel Glück und bis bald!

Marlene

Der erste Dezember im Jahre 2099

»Ach, Oma! Ich hasse Rätsel! Vor allem früh am Morgen«, murmelte Lilly verschlafen. Und ich bin ganz bestimmt nicht deine Spürnase. Das sagt doch kein Mensch mehr, fügte sie in Gedanken hinzu.
Den Brief und das eingepackte Geschenk hatte sie sich extra für den ersten Dezember aufgehoben.
Lilly kannte ihre Oma gut genug, um zu wissen, dass diese fuchsteufelswild geworden wäre, wenn Lilly das Geschenk noch im November geöffnet hätte. »Lilly, es versaut einfach die Stimmung, wenn du schon im Oktober nicht genug von Spekulatius bekommen kannst oder einen Adventskalender im November anbrichst. Es sind vierundzwanzig Türchen. Und vierundzwanzig Tage bis Weihnachten. Punkt! Aus!«

Den Brief und das Geschenk hatte sie gestern Abend auf ihrem Nachttisch platziert, damit sie den ersten Dezember gleich mit dieser weihnachtlichen Überraschung beginnen konnte.

Das Mädchen ahnte, dass dieses Geschenk noch nicht für das Weihnachtsfest gedacht war. Also war es mit Sicherheit nicht schlimm, wenn das Geschenk heute geöffnet wurde. Schließlich schrieb Marlene ja auch von Nervennahrung bei Hirnsport.
Lilly legte Marlenes Brief neben sich auf das Bett und griff nun nach dem Geschenk. Es war ein ziemlich flacher Gegenstand, der eine rechteckige Form hatte. Marlene hatte das Geschenk in weihnachtliches Geschenkpapier verpackt. Das Papier leuchtete in einer dunkelroten Farbe und war mit weißen Schneeflocken bedruckt.

Ihre Oma hatte sich sogar die Zeit genommen, das Ganze mit einer Schleife zu verzieren. Normalerweise hielt sie nichts von solch einem Schnickschnack.
Immerhin hat sie mir nicht nur den Brief geschickt. Vielleicht hilft das Geschenk ja wirklich, sie zu finden. Bei diesem Gedanken verschwand die Müdigkeit der 14-jährigen und wich einer Neugier, beinahe diebischen Vorfreude. Marlenes Geschenke waren legendär. Sie waren immer für etwas zu gebrauchen.

Lilly löste das Papier von dem verpackten Gegenstand. Und zum Vorschein kam ein Adventskalender. Aber nicht etwa einer dieser Kalender, auf denen eine schöne winterliche Landschaft abgebildet war. Dieser sah irgendwie anders aus. Das Motiv zeigte keine schneebedeckten Berge oder bunt geschmückte Weihnachtsbäume. Stattdessen blickte Lilly auf eine Holzhütte, die an einem Waldrand stand. Auf einem kleinen Berg.
Unterhalb des Berges waren die Spitzen von ein paar Häuserdächern zu erkennen. Lilly vermutete also, dass die Hütte irgendwo in einem abgelegenen Dorf stehen musste.

Wer weiß, vielleicht war das früher ein Landhaus für reiche Leute, überlegte das Mädchen im Stillen.
Die Holzhütte war keinesfalls klein und wirkte so, als ob dort einmal viele Gäste Platz gefunden hätten.
Es gab sogar eine kleine Veranda, auf der ein Schaukelstuhl stand. An der Veranda führte ein Geländer entlang. Und an dessen Ende hing eine Nikolausmütze.

Lilly grinste. Haha, Oma, das passt wirklich zu dir, dachte sie.
Die Landschaft auf dem Bild blühte. Das Bild musste wohl im Frühling aufgenommen worden sein.
Na, hoffentlich ist da überhaupt Schokolade drin, dachte Lilly skeptisch.
Inzwischen konnten Adventskalender alles enthalten. Und dieser erinnerte eher an ein vierundzwanzigteiliges Gartenset. Aber da heute der erste Dezember war, konnte sie der ersten Frage des Tages gleich auf den Grund gehen.

30. November:

Beim Mittagessen

»Hast du auch diese komische E-Mail von Marlene bekommen?«, fragte Lillys Mutter. Beide saßen am Küchentisch, neben sich jeweils ein Smartphone.
Natürlich hätte Lilly gerne einen »Schrank« besessen. Nicht zu verwechseln mit dem Möbelstück, in dem man Kleider aufbewahrte. Lilly hatte da keine großen Ansprüche. Aber das Geld war nun mal knapp. Und Smartphones waren eben günstig.
»Ja, keine Ahnung, was sie schon wieder von uns will. Wahrscheinlich taucht sie in zwei Tagen wieder auf«, antwortete Lilly und blickte von ihrem Smartphone auf.

Dabei hoffte sie, Olli würde ihr noch auf ihre Nachricht antworten. Schließlich hatte Marlene sie gebeten, ihr bei der Bestellung der Weihnachtsgeschenke zu helfen. Online. Und Olli hatte ein paar Sicherheitsvorkehrungen in Marlenes »Schrink« eingebaut, damit Marlene auch keinen Fehler machen konnte. Blöd nur, dass Marlene nicht wusste, worauf sie achten musste.
»Kinder, ihr kennt mich. Ein falscher Klick und mein Geld ist weg!«, hatte Marlene aufgeregt erklärt, als sie von ihrer Enkelin und Olli zum Onlineshopping überredet worden war.

Beide hatten darauf verzichtet, ihr zu erklären, dass Klicks schon lange nicht mehr gefragt waren, sondern man entweder über den Touchscreen Bestellungen tätigen konnte oder mit der Sprachsteuerung arbeiten musste. Aber sie ahnten, dass Marlene und die Sprachsteuerung nicht so bald Freundschaft schließen würden. So viel wie Marlene fluchte.

»Wolltest du nicht heute sowieso noch bei ihr vorbeischauen?«, fragte ihre Mutter, ohne aufzublicken.
Lilly vermutete, dass sie wieder einmal auf eine wichtige Nachricht aus dem Büro wartete.
»Ja, soll ich ihr etwas ausrichten?«, fragte sie.
Ihre Mutter schüttelte den Kopf und Lilly machte sich auf den Weg.

Als sie die Seniorenresidenz erreicht hatte, in der ihre Oma seit zwei Monaten lebte, hielt sie kurz inne.
Marlene hatte geschrieben, dass sie verschwinden würde. Was wäre, wenn sie wirklich weg war? Sollte sie die Weihnachtseinkäufe dann alleine machen? Und woher sollte sie das Geld dafür nehmen?
Ach, Quatsch. Sie kann es sicher kaum erwarten, mich zu fragen, ob ich ihre E-Mail bekommen habe. Oma würde mich nie versetzen.

Doch ein mulmiges Gefühl machte sich in Lillys Magen bemerkbar, als sie das Foyer der Seniorenresidenz betrat.
Die Einrichtung glich keinesfalls den herkömmlichen modernen Pflegeheimen. Die meisten Bewohner lebten in einer eigene 1- oder 2-Zimmerwohnung in einem Gebäude, das im Hinterhof des Haupthauses lag. Nur wenige Bewohner lebten im Hauptgebäude.

Lilly hatte mal gehört, dass die Einrichtung eigentlich eine Art Seniorenwohnanlage war, aber Marlene gefiel der Begriff »Residenz« besser. »Da fühle ich mich so, als wäre ich stinkreich.« Im Grunde war Marlene das auch.
Die normale, alternde Bevölkerung lebte in hochmodernen Pflegeheimen und musste sich das Zimmer meist teilen.
Wenn man den Eingangsbereich der Seniorenresidenz betrat, wurde man nicht etwa von dem Geruch nach Desinfektionsmittel verschreckt.

Das Foyer passte sich den Jahreszeiten an. Im Frühling roch es nach frischen Blumen und gemähtem Gras.
Im Sommer war ein salziger Geruch nach Meer im Eingangsbereich zu finden. Wenn man genau hinhörte, konnte man sogar die Wellen eines Meeres rauschen hören.

Allerdings war das Rauschen nur so lange aktiv, bis sich der ein oder andere Bewohner beschwerte: »Jetzt weiß ich gar nicht, ob mein Hörgerät den Geist aufgibt, oder ich nur akustisch an einen früheren Urlaub erinnert werden soll«, waren dann die häufigsten Klagen.

Der Herbst war meist sehr schlicht und unaufdringlich gehalten. Und im Winter roch der Eingangsbereich nach Weihnachtskeksen, Adventskerzen, Punsch oder Glühwein. Lilly nahm heute den Geruch nach Tannennadeln wahr.
Auch die Farbe der Wände oder die Dekoration passten sich den verschiedenen Jahreszeiten an. Heute waren die Wände in einem nächtlichen dunkelblau gehalten und goldene Heiligenscheine schwebten an den Wänden umher.
Die Geruchs- und Farbwahl konnten von einer Rezeption aus gesteuert werden. Diese war keinesfalls mit einem Computerbildschirm von der Außenwelt abgeschirmt. Ein Bildschirm war in den Tresen eingebaut worden, sodass sowohl der Besucher als auch derjenige, der die Rezeption betreute, einen Blick auf den Bildschirm werfen konnten.

Lilly erinnerte sich noch gut, als die Entwickler den »Schrank« präsentiert hatten. »Und da der Schrank nur eine eingeschränkte Funktion hat, ist er das perfekte Hilfsmittel für die Arbeitswelt. Der Schrank neigt nicht dazu, Ihre Mitarbeiter von der Arbeit abzuhalten. Für Pflegeheime oder andere Einrichtungen, in denen Menschen betreut werden, haben wir eine extra Funktion eingebaut, die es ermöglicht, einfache Spiele mit den Bewohnern und Bewohnerinnen spielen zu können. Hierfür müssen aber zwei Personen am >Schrank< aktiv sein, damit die Funktion nicht missbraucht werden kann.«

Als Lilly einen Blick in Richtung des Tresens warf, spielte Herr Pelzer, der Pförtner, gerade mit einem Bewohner Schiffe versenken.
Lilly konnte den dazugehörigen Soundtrack zum Spiel wahrnehmen und musste etwas schmunzeln, als sie ein Horn hörte, welches ein untergehendes Schiff ankündigte. So viel also zu Mitarbeiter von der Arbeit abhalten.

Gegenüber der Eingangstür führte eine Flügeltür hinaus in den Garten und den daran anschließenden Hinterhof, indem sich die meisten Wohnungen der Senioren befanden.
Lilly warf noch einen kurzen Blick in die Sitzecke, die neben der Gartentür eingerichtet worden war.
Manchmal wartete Marlene hier auf ihre Enkelin, ihr Gesicht vor einen »Schrank« gebeugt, irgendeinen Artikel lesend, sodass sie Lillys Ankunft nicht immer sofort mitbekam.

In der Sitzecke befanden sich zwei halbrunde Sofas und mehrere bequeme Sessel. Alle Sitzgelegenheiten waren jeweils an einer Seite mit einem großen, roten Knopf ausgestattet. Damit konnte man die Höhe der Sitzgelegenheiten verstellen. So sollte der Transfer von einem Rollstuhl auf eine der Sitzgelegenheiten vereinfacht werden.
Lilly registrierte einen älteren Herrn, der auf einem Sessel Platz genommen hatte. Ein »Sch­­­­rank« schwebte auf der Höhe seines Gesichts. Damit sollte der frühere Gebrauch einer Zeitung simuliert werden.

Olli hatte ihr einmal erklärt, wie das mit dem Schweben funktionierte, aber Lilly hatte das Meiste schon wieder vergessen.
Warum soll ich mich mit Technik beschäftigen, die ich mir noch nicht leisten kann?, hatte sie sich in Gedanken gefragt.
Lilly glaubte den Herrn zu kennen. Marlene hatte sich häufiger mit dem Mann unterhalten. Lilly war sein Name entfallen, aber sie wusste noch genau, dass er sehr viel redete. Also schlich sie sich leise an ihm vorbei und durchquerte den Raum in Richtung Hinterhof.

Wenn sie eines bei ihren häufigen Besuchen bei Marlene gelernt hatte, dann war es die Erkenntnis, dass Bewohner, die im Eingangsbereich zu finden waren, oft ein Gespräch suchten oder ungebetene Besucher wieder nach draußen vertreiben wollten. Und beides gelang ihnen ziemlich gut.

Die Eingangstür in der Marlenes Wohnung lag, war nur angelehnt. Wahrscheinlich war gerade ein Mitarbeiter der Einrichtung im Haus unterwegs.
Als Lilly vor Marlenes Wohnungstür stand, drückte sie die Klingel, die pro Drucksignal einen Ton von sich gab. Sie klingelte einmal kurz, einmal lang und dann wieder kurz.

Marlene hatte sich ein Klingelsystem ausgedacht, damit sie ihre Besucher erkannte, ohne die Tür öffnen zu müssen. »Wenn ich einmal alt und blind bin, dann bringt mir der Blick durch den Spion auch nicht viel. Lösungsorientiert denken, Lilly.«
Natürlich gab es auch andere Möglichkeiten, damit Marlene die Besucher erkennen konnte. Aber Marlene beteuerte immer, dass sie ihr System recht unterhaltsam fand.
Hinter der Tür blieb es stumm. Normalerweise näherte sich ihre Oma laut murrend. Lilly wiederholte das Klingelsignal. Doch es tat sich immer noch nichts.
Dann ist sie also wirklich abgehauen, stellte Lilly anerkennend fest. Bis zur letzten Sekunde hatte sie damit gerechnet, dass Marlene sie alle gehörig hinters Licht führte und nur darauf wartete, wer als Erster besorgt vor ihrer Tür stehen würde.
Lilly blickte sich um und registrierte zufrieden, dass der Eingangsbereich weiterhin verlassen da lag. Und es klang auch nicht so, als ob sich das in den nächsten zwei Minuten ändern sollte.

Und so lange würde Lilly nicht brauchen, um den Ersatzschlüssel unter der Fußmatte hervorzuholen.
Ach, ich mag diese Schlüssel, dachte das Mädchen. Die Haustüren der modernen Häuser ließen sich größtenteils über den Touchscreen öffnen.
Entweder man wählte hier die herkömmliche Art, den Fingerabdruck, oder man dachte sich ebenfalls ein Rätsel aus. Lilly und ihre Mutter hatten sich auf die Titelmelodie von »Indiana Jones« geeinigt.

»Das kennt heutzutage kein Mensch mehr«, lächelte ihre Mutter zufrieden, auch mal ein gutes Rätsel zustande gebracht zu haben.

Den Ersatzschlüssel zu Marlenes Wohnung durfte man nur in äußersten Notfällen benutzen. Und Lilly hatte entschieden, dass genau so ein Notfall nun eingetroffen war.

Erster Dezember:

Zurück in der Gegenwart

Lilly ließ die Schokolade auf ihrer Zunge zergehen. Allemal besser als vom Discounter, dachte sie zufrieden. Der Tag begann also schon mal gut.
Selbst die kleinen Details bei diesem Adventskalender stimmten: Auf der Schokolade war ein kleiner Tannenbaum abgebildet, der von einem runden Kreis umrahmt wurde.

Wie lange ist es jetzt her, dass wir einen echten Weihnachtsbaum hatten?, fragte sich das Mädchen.
Familien mit viel Geld hatten Hologramme im Wohnzimmer stehen. Diese waren sogar mit flackernden Kerzen geschmückt, die Wärme ausstrahlten, aber keinesfalls gefährlich werden konnten.
Familien mit einem durchschnittlichen Einkommen hatten sich für eine Gummibaumvariante entschieden. Diese war nicht mehr mit den Ausgaben aus dem Jahre 2018 zu vergleichen.

Die neueren Exemplare rochen nach Nadeln und Wald. Außerdem wurde empfohlen, die Bäume Anfang Dezember in einen kleinen Topf gefüllt mit Erde zu stellen. In die Erde sollte dann ein Geruchsmittel gemischt werden, dass den Weihnachtsduft jedes Jahr in die eigenen vier Wände brachte.
Echte Bäume kamen kaum noch zum Einsatz. Es war ein Gesetz beschlossen worden, indem man sich einheitlich darauf geeinigt hatte, dass echte Bäume in Wälder gehörten.

Lilly klappte das Türchen noch einmal auf, aus dem sie die Schokolade entnommen hatte. Auch hier versteckte sich ein kleines Symbol.

Wie bei den Adventskalendern, die ich kenne.
Das Symbol war eine Brille mit orangenfarbenen Gläsern. Die Brille war mit einem goldenen Kreis geschmückt. Wer hat denn schon eine Brille mit solchen Gläsern?, fragte sich das Mädchen verwundert. Olli weiß da sicher mehr.
»Lilly? Kommst du endlich? Die Schule fängt in einer halben Stunde an!«, wurde sie von ihrer Mutter gerufen.
Dieses Rätsel musste also warten.

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4 Gedanken zu „Türchen 2: Lilly“

  1. Also, obwohl Google meinen Kommentar weiterverwenden möchte – kann er selbst keine schreiben? Google hat halt ein Brett vorm Kopf und keinen Schrank! – will ich meine Eindrücke hier zum Besten geben.

    Marlene, erscheint jetzt schon recht resolut. Sie scheint genau zu wissen was sie will, zumindest erlebt Lilly sie so. Und Lilly wird mitziehen, denn Marlene weiß auch wie sie den Neugier Button von Lilly drücken kann! Die Geschichte beginnt und auch ich werde neugierig!

    Liebe Emma, ich liebe es wenn Deine Phantasie mit Dir durchgeht. Der Eingangsbereich der Seniorenresidenz ist herrlich! Das sommerliche Meeresrauschen in den Hörgeräten – ich habe gelacht! Du hast mich wunderbar ins Jahr 2099 eingeführt!

    Die Grafikerin

    Antworten
  2. Liebe Grafikerin (Google hat Dir zwei Namen geschenkt. Das ist wirklich nett),
    es freut mich sehr, dass Dir das zweite Türchen gut gefallen hat. Tatsächlich habe ich mir den Eingangsbereich der Seniorenresidenz von einem bekannten Pflegeheim abgeschaut, dessen Eingang ich regelmäßig durchqueren muss, um zu einer anderen Einrichtung zu kommen. (Nur die Technik ist dort noch nicht so ausgereift, wie in meiner Geschichte. Aber das kommt sicher alles noch).
    Morgen kommt übrigens eines meiner Lieblingstürchen.
    Velen Dank fürs vorbeischauen, mitlesen und kommentieren, obwohl der nicht durschaubare Datensammelwahn von Google etwas abschreckend wirken könnte.

    viele Grüße und bis später oder so ähnlich 🙂

    Emma

    Antworten
  3. Eine sehr nette Seniorenresidenz. Und mir gefällt Marlene und ihr Klingelsystem.
    Nur unter dem Schrank kann ich mir noch nicht so viel vorstellen. Es hört sich klobig an, aber andererseits schwebt er…
    Und einmal schriebst du "Schrink". Ist das eine Schrank-Variante?
    Der Adventskalender als erster Hinweis ist jedenfalls mal spannend.

    Antworten
  4. Liebe Daniela,

    es freut mich, dass Du Marlene magst. Allen, denen ich während des Schreibens von Marlene erzählt habe, haben häufig mit der Stirn gerunzelt, weil ihr Plan schon etwas schräg daherkommt.

    Ja, mit den "Schranks" ist es etwas komplizierter. Es gibt drei technische Geräte, die verschiedene Größen haben:
    Das größte Gerät ist der "Schrink": Er hat die Größe eines Flachbildschirm Fernsehers. Damit kann man dann an Texten arbeiten, Videos und Filme schauen und z.B. Videokonferenzen führen.
    Das mittelgroße Gerät ist der "Schrank": Er hat die Größe eines Tablets und wird vor allem von älteren Leuten zum Zeitung lesen verwendet. Der Schrank hat nur eingeschränkte Funktionen und ist in der Tat etwas unhandlich. Er kann auch z.B. in Tische -wie bei der Seniorenresidenz – eingebaut werden, aber auch als "einzelnes" Gerät funktionieren.
    Das kleinste Gerät nennt sich "Schrunk": Es hat wieder mehrere Funktionen und hat die Größe eines Smartphones. Allerdings macht das Arbeiten damit nicht so viel Spaß, weil es anstrengend ist, mehrere Stunden auf so einen "Schrunk" zu starren.

    Am Ende von jedem Kapitel habe ich einen Post mit einer Übersicht zu de technischen Geräten des 22. Jahrhunderts verlinkt. Vielleicht hilt Dir der Beitrag hier und da etwas weiter. Falls nicht: Frag gerne nach :).

    viele Grüße

    Emma

    Antworten

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