
Der Inhalt
VORSICHT: Dieser Abschnitt enthält Spoiler.
Ich hatte vorab etwas Bedenken was den Inhalt der Geschichte betrifft. Da Lea, die weibliche Protagonistin von „Wenn du dich traust“, an einer Zwangsstörung leidet, hatte ich Angst, dass hier mit Klischees um sich geworfen wird. Ich wurde aber sehr schnell eines besseren belehrt. Autorin Kira Gembri erzählt die Geschichte zum einen aus der Perspektive von Lea, berichtet aber auch aus der Sicht des männlichen Hauptcharakters Jay. Beide haben schwere Päckchen zu tragen. Lea kämpft schon seit Jahren gegen ihre Zwangserkrankung und Jay hat, dank seinem erfolgreichen Nebenjob als Dealer, Sozialstunden aufgebrummt bekommen.
Kira Gembri gestaltet beide Charaktere vielseitig ohne zu viel über sie zu verraten. Sie lässt den Leser erleben, wie beide Charaktere ihren Alltag meistern, ohne hierbei unglaubwürdig zu werden.
Was mir am Inhalt ebenfalls gefallen hat, war das Ende der Geschichte. Hier handelt es sich nämlich keinesfalls um ein „Friede Freude Eierkuchen“- Ende, sondern es wird klar, dass beide Protagonisten noch einen weiten Weg vor sich haben, aber auf der richtigen Straße laufen.




