Ein Moment fürs Leben

Das Hörbuchcover von "Ein Moment fürs Leben"
Bild von Argon Verlag

Der Inhalt

Als ich meinen Stapel ungehörter Bücher durchsah, erweckte dieser Titel meine Aufmerksamkeit und ich wurde neugierig darauf, was es mit dem Moment fürs Leben auf sich hat. Gemeinsam mit einer kleinen Leserunde haben wir den Titel im Buchclub gehört.

Wir lernen Lucy kennen, die es nicht leicht hat. Sie trauert einer Beziehung hinterher und hat zudem einen Job, der sie aber nicht glücklich macht. Eines Tages bekommt sie Post von ihrem Leben. Ihr Leben möchte sich nämlich gerne mit ihr treffen.

Na, wen von euch erinnert das auch an den berühmten Brief nach Hogwarts? Von Magie ist hier aber weit und breit keine Spur. Die Lebensagentur gibt es nämlich wirklich. Und als wir erfahren, wer diese beauftragt hat, klingelten bei mir alle Alarmglocken.

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Ziemlich gute Gründe am Leben zu bleiben

Das Hörbuchcover von "Ziemlich gute Gründe am Leben zu bleiben"
Bild von DAV

Der Inhalt

Vor einer Weile habe ich eine interessante Rezension über Ziemlich gute Gründe am Leben zu bleiben gelesen und war sehr  gespannt, wie mir das Hörbuch gefällt.

Der Inhalt wird auf zwei Ebenen erzählt: Matt Haig berichtet als Betroffener von seiner Erfahrung mit der Depression und der Angststörung. Er erzählt uns von dem Tag an dem die Depression das erste Mal vorbeischaute und teilt die Gedanken mit uns, die ihn begleiten, wenn es ihm sehr schlecht geht. Wie ihr euch vorstellen könnt, sind das Gedanken und Gefühle, die keinesfalls leicht zu verdauen sind. Deswegen bin ich sehr beeindruckt, dass Matt Haig den Mut gefunden hat, über die schwierigen Situationen in seinem Leben zu schreiben.

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Der erste letzte Tag

Das Hörbuchcover von "Der erste letzte Tag"
Bild von Argon Verlag

Der Inhalt

Sebastian Fitzek erzählte, dass er gerne mal etwas Lustiges schreiben wollte. So oder so ähnlich entstand die Idee zu Der erste letzte Tag. Da ich ein neugieriger Mensch bin und immer auf der Suche nach humorvollen Geschichten bin, war klar, dass dieser Titel bei mir einziehen musste.

Der Inhalt verwirrte mich zuerst. Das lag aber nicht am Inhalt selbst, sondern vor allem an Livius. Ich erinnerte mich nämlich, dass wir bereits in einem anderen Roman von Sebastian Fitzek einem Livius begegnen. Seid beruhigt. Die beiden haben absolut nichts miteinander zu tun. Sie teilen sich nur einen Namen.

Was mir am Inhalt sehr gut gefällt ist, dass wir die Wahl haben aus welcher Perspektive wir die Handlung betrachten wollen. Die erste Möglichkeit besteht darin, das Hörbuch als kurzweiliges, verrücktes Abenteuer zu sehen. Uns erwartet genau das, was ein guter Roadtrip verspricht. Situationen, die nicht verrückter sein könnten.

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1984

Bild von RandomHouse Audio
Bild von RandomHouse Audio

Der Inhalt

ACHTUNG: Dieses Hörbuch enthält ein Vorwort von Robert Habeck, das die wesentlichen Aspekte von 1984 spoilert. Ich empfehle daher dringend, das Vorwort erst nach Beenden des Hörbuches zu hören. Das Hörbuch beginnt ab Track 10.

Triggerwarnung: körperliche und psychische Folter.

1984 ist einer der Klassiker, den gefühlt alle kennen. Als jemand beim Bücherstammtisch vorschlug, gemeinsam einen Ausflug in das dystopische Abenteuer zu wagen, war ich sofort mit dabei. Außerdem machte mich die Lesung von Christoph Maria Herbst neugierig. Warum die Lesung das Beste an dem ganzen Hörbuch ist, verrate ich euch jetzt.

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Belgravia

Das Hörbuchcover von "Belgravia"
Bild von der Hörverlag

Im Oktober 2016 erreichte mich eine Mail des Hörverlags. Und zwar feierte die Serie Belgravia Premiere. Man könne in regelmäßigen Abständen Download Links zur aktuellen Folge erhalten oder am Ende das gesamte Hörbuch erwerben. Da die letzten Monate von 2016 bei mir recht voll waren, entschied ich mich für das vollständige Hörbuch, da ich befürchtete, dass mir sonst die ein oder andere Folge durch die Lappen gehen würde.

Der Inhalt

Kommen wir zuerst zum Inhalt: Ich hatte am Anfang Mühe mich in die Geschichte einzufinden. Julian Fellowes nimmt uns gleich mit in die Welt von Belgravia. Während ich mich gerade an Hauptcharakter Sophie gewöhnt habe, kommt es plötzlich zu einem Zeitsprung von 25 Jahren und die Geschichte wird zum Teil aus der Sicht ihrer Mutter Anne erzählt. Der Zeitsprung und die Fülle der eingeführten Charaktere sorgte bei mir erstmal für Orientierungslosigkeit. Nach und nach lernte ich aber die verschiedenen Perspektiven kennen, aus deren Sicht Belgravia erzählt wird und fand mich daher etwas besser in die Geschichte ein. Und jetzt kann ich sagen, dass es jede einzelnen Handlungsstrang braucht, damit Belgravia zu dem wird, was es eben ist.

Toll finde ich, dass sich Julian Fellowes mit den Problemen des 19. Jahrhunderts beschäftigt. Damals wurde noch zwangsverheiratet. Es ging nicht darum, eine*n Partner*in zu finden, den man liebte. Der/die Ehepartner*in musste zur passenden gesellschaftlichen Schicht gehören. Wer ein uneheliches Kind in der Familie hatte, konnte seine Stellung in der Gesellschaft daher vergessen.

So blieb James und Anne nichts anderes übrig, als den eigenen Enkel zur Adoption freizugeben. Denn ihre Tochter war getäuscht worden und nicht als verheiratete Frau im Kindbett gestorben. Als Anne und James Enkel Charles dann als Erwachsener nach London zurückkommt, sind die beiden hin und her gerissen. Einerseits ist Charles eben ihr Enkel. Sie wollen den jungen Mann unterstützen, wo es nur geht. Andererseits stellt sich die Frage: Was wird die eigene Familie oder gar die Öffentlichkeit darüber denken?

Der Klappentext bringt den Inhalt der Geschichte ziemlich gut auf den Punkt und konzentriert sich hier auf das Wesentliche: Liebe, Intrige und Verrat:

Charles ist einigen Herren der Londoner Gesellschaft schnell ein Dorn im Auge. Es stellt sich die Frage, wie sie ihn bestmöglich wieder loswerden können. Charles hingegen trifft in London die Liebe seines Lebens. Doch scheint seine Traumfrau in unerreichbarer gesellschaftlicher Schicht…

Julian Fellowes spinnt ein gutes Netz um die Familien Brockhurst und Trenchard. Familien, die sich nicht besonders gut leiden können, aber vom Schicksal zusammengeführt werden. Während ich befürchtete, dass ein Kampf zwischen den Familien ausbricht, hat Julian Fellowes wunderbare Handlungsstränge gesponnen, die zeigen, wie sich beide Parteien vorsichtig annähern und lernen mit der Situation, dem gemeinsamen Enkel, umzugehen.

Zudem hat Fellowes die gesamten Handlungsstränge Belgravias nicht nur gut verstrickt, sondern auch zum Schluss perfekt aufgelöst. Beinahe nichts bleibt unbeantwortet.

Außerdem steigt der Spannungsbogen zum Finale nochmal schön an, was nicht nur für einen Adrenalinspiegel beim Leser sorgt, sondern auch dafür, dass die letzten Missverständnisse bestimmter Charaktere endlich aus dem Weg geräumt werden können.

Wir werden hier regelrecht in die Geschichte geworfen. Nicht nur die Handlung nimmt schnell an Fahrt auf. Julian Fellowes versteht sich auch darauf, gleich zu Beginn jede Menge Charaktere einzuführen.

Was ich eigentlich sagen möchte: Um bei dem ganzen Wirrwarr den Durchblick zu behalten, braucht es neben einer spannenden Geschichte auch eine*n Hörbuchsprecher*in, dem / der man gut folgen kann.

Die Hörbuchgestaltung

Anfangs hatte ich etwas Mühe mich an Beate Himmelstoß‘ Stimme zu gewöhnen, was aber mehr dran lag, dass mir der Einstieg in die Geschichte nicht leicht fiel. Nach und nach lernte ich aber ihre feine Art und die angenehme Stimmfarbe zu schätzen. Beate Himmelstoß lädt dazu ein, genauer hinzuhören. Mit ihrer feinen Stimme macht sie die unterschiedlichen Charaktere schnell fest. So klingen die Männer oft hart und tief, während die Frauen etwas weiches an sich haben. Auch Kleinigkeiten, wie Stimmungsschwankungen, transportiert sie gekonnt.

An sich war es ein genialer Schachzug des Hörverlags das Hörbuch als Serie zu produzieren. In der Geschichte gibt es nämlich einige Perspektivenwechsel bzw. einen großen Zeitsprung, die für mich wahrscheinlich besser zu verdauen gewesen wären, wenn ich mich hier an die Vorgabe der Folgen gehalten hätte.
Andererseits finde ich es auch toll, dass man das Hörbuch als Ganzes erwerben kann und so nicht viele einzelne Folgen kaufen muss.

Der Schreibstil

Julian Fellowes Schreibstil hat mir hier besonders gut gefallen. Er nimmt uns mit in das 19. Jahrhundert. Einem Jahrhundert, in dem die höhere Gesellschaftsschicht noch mit Dienstpersonal ausgestattet ist. Gut gefallen haben mir nicht nur die Etikette, Dinge, wie beispielsweise, dass sich die wenigsten Charaktere duzen, sondern auch sprachliche Feinheiten, wie das Einflechten bestimmter Wörter wie gespeist, was ich eher scherzhaft benutze.

Gesamteindruck

Zu Beginn von Belgravia fragte ich mich, worauf Julian Fellowes eigentlich hinaus will. Als die Fronten dann aber geklärt waren, wurde mir eine spannende Geschichte präsentiert. Schmunzelnd stellte ich gestern fest, dass es sich hier eben um eine Art Soap aus dem 19. Jahrhundert handelt.
Belgravia ist eine Geschichte, die ich jedem empfehlen kann. Wer sich für Familiensagen oder historische Romane begeistern kann, wird sicher gerne in die Welt von Belgravia abtauchen.

Infos zum Hörbuch

Belgravia
Geschrieben von: Julian Fellowes
Gelesen von: Beate Himmelstoß
Bewertung: 4 von 5 Herzen

Bei meiner Lieblingsbuchhandlung bestellen.

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Dieses Hörbuch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.