Simon Jäger und David Nathan sind definitiv die richtigen Sprecher für dieses Hörbuch. Sie schaffen es wunderbar Spannung aufzubauen und die Charaktere innerhalb einer kurzen Zeit glaubhaft darzustellen. Außerdem können sie sich wunderbar in die verschiedenen Geschichten hineinversetzen und jede auf ihre eigene Art transportieren.
Auf das Hörbuch aufmerksam geworden, bin ich zuerst durch die DZB, eine Hörbücherei für blinde und sehbehinderte Menschen. Als mich das Herbstprogramm des Hörverlages erreichte, war ich aus dem Häusschen als ich gesehen habe, dass der Roman ins Programm aufgenommen und auch noch von Ulrich Noethen gelesen, wurde.
Ulrich Noethen macht seine Sache als Sprecher hervorragend. Er passt wie die Faust aufs Auge zu der Geschichte. Dank ihm konnte ich mir die Szenerie, wie beispielsweise Laura, deren Lieblingsplatz auf fZugreisen das Treppchen außen am Waggon ist, oder Felix Bloch, der lange nicht weiß, was er will, oder des Fälschers Emile, der in der Fremde doch eine neue Heimat findet, bildhaft vorstellen.
Wem Wolfgang Herrndorfs zweiter Roman „tschick“ nichts sagt, der konnte sich dem Hype gut entziehen, oder war in dieser Zeit auch nicht mehr schulpflichtig. Nachdem ich diesen Roman im Deutschunterricht kennen gelernt hatte, auf Umwegen zu „Sand“ gelang und schließlich von Wolfgang Herrndorfs Selbstmord erfuhr, war mein Interesse für den Autor geweckt: Wer war der Mensch hinter den Büchern? Was ging in ihm vor? Wie erlebte er seine Krankheit?
Außerdem erhoffte ich mir auch die ein oder andere Information zur Entstehung seiner Romane zu bekommen.